Abnehmen

Dauerhafte Gewichtsreduktion

Die richtige Ernähung und dazu Bewegung. Eine dauerhafte gesunde Gewichtsreduktion ist mit Sport untrennbar verbunden !

Natürlich kenne ich eine Menge Menschen, die ohne begleitend Sport getrieben zu haben, Gewicht reduzierten. Soweit ich das im Laufe der Jahre beobachten konnte, haben die gleichen Personen massive Schwierigkeiten ihr Gewicht zu halten und nicht in alte Essgewohnheiten zurück zu fallen. Das Thema „Essen“ bleibt daher immer präsent und ist stets negativ behaftet. Sowieso schon das ein oder andere Kilo zuviel auf den Rippen, ist jeder Bissen begleitet von schlechtem Gewissen. Der Aspekt „Genuss“ bleibt auf der Strecke. Auch ich fand mich die Hälfte meines Lebens in diesem Denk- und Verhaltensmuster wieder. Heute ist das anders. Unser Körper ist wunderbar. Er passt sich an ! Auf alle nur denkbaren Lebensumstände. Wie ein Chamäleon regiert er auf Hungersnot und Überfluss. Es ist an uns dieses anpassungsfähige Wesen, uns selbst, entsprechend zu „erziehen“.

Nahrungsaufnahme ist für den Körper genauso unabdingbar wie atmen – ich denke, da sind wir uns alle einig. Wie aber kommt es, dass unsere Gesellschaft zu einem großen Prozentsatz übergewichtig, ja gar adipös, ist ? Alle wissen, dass der, der seinem Körper mehr Energie zuführt als er verbraucht, Gewicht zulegt und zwar in Form von Fettmasse. Nimmt diese Zunahme größere Ausmaße an, gehen gerne metabolische Krankheitsbilder wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen u.a. damit einher. Es ist unserem Körper, es ist uns, zuviel (des Guten ?).

Eine Umkehr im Handeln und Denken aber ist jederzeit möglich und medizinisch-wissenschaftlich erwiesen ist mittlerweile, dass dies auch zu einer Abminderung der bereits manifestierten, nicht mehr heilbaren Krankheiten führen kann. Spätestens hier – aber eigentlich viel früher – kommt hinsichtlich der Thematik „abnehmen“ der Sport ins Spiel. Durch regelmässige, ausdauernde Bewegung (Ausdauersport) konnten in Studien beispielsweise Diabetiker von der Insulinspritze und der dauerhaften Kontrolle des Blutzuckerwertes auf die Einnahme von Tabletten umsteigen, d.h. im Verlauf des Krankheitsbildes einen Schritt rückwärts gehen.

Eine ausgesprochen große Rolle spielt der Sport aber hinsichtlich der sich in Deutschland rasant ausbreitenden Depressionen, die sich mannigfaltig und durch alle Gesellschaftsschichten zeigen. Vielleicht gab es sie schon immer und auch in dieser Häufigkeit, vielleicht billigt man diesem Krankheitsbild heute einen anderen Stellenwert zu. Möglich – aber ich halte das für unwahrscheinlich. Vielmehr gehe ich davon aus, dass Depressionen eine Begleiterscheinung unseres heutigen, „fortschrittlichen“ Lebens inmitten von Technik und Dauererreichbarkeit, von Höchstleistungen, Zeitnot und überzogenen Erwartungshaltungen sind. Höchstleistungen, die andere von uns erwarten aber – und das ist das Schlimme – wir von uns selbst fordern und das ständig.

Insofern ist es meiner Meinung nach nicht damit getan „nur“ das Gewicht zu reduzieren. Es muss an vielen Rädchen gedreht werden, damit uns unser Körper sowohl physisch als auch psychisch so dienen kann, dass wir unser Leben als „gesund und munter“ bestreiten und den Alltagsärgernissen unbeschadet ins Gesicht lachen können. Ausserdem finde ich persönlich „einfach nur dünn“ nicht schön. All die Magermodels mit dürren Fliegenbeinchen und eingefallenen Gesichtern, die mit Regelmässigkeit im Fernsehen zu bewundern sind. Ein schlanker aber kräftiger, trainierter Körper, der mir so mancher Widrigkeit trotzt – so mag ich das !

Schauen wir uns zunächst mal die Gesundheitseffekte von Ausdauersport an:

– Absinken des Belastungspulses
– Verbesserte Durchblutung
– Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme
– Abnahme des Blutfettspiegels
– Verbesserte Organversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen
– Stärkung des Immunsystems
– Beschleunigung der Regenerationszeit
– Steigerung der Leistungsfähigkeit in Alltag und Beruf

Was bietet mir der (Ausdauer-)Sport sonst noch so ?

– Erholungsmoment / „ich-Zeit“ als Ausgleich für unsere vielen Pflichten
– mich selbst bewusst wahrnehmen, in mich horchen und meinen eigenen
Bedürfnissen Raum geben
– Frische Luft und Ruhe statt Dauerlärmpegel und Abgase
– Gedankenkarussell stoppen / gar nichts denken / anderes denken
– Neues entdecken
– Energie tanken
– Eins sein mit der Natur, sich als Teil unserer Welt verstehen
– einfach ein gutes Gefühl !

Und wieso ist der Sport nun so wichtig für mich, wenn ich abnehmen möchte ?

Sehr oberflächlich könnte ich die folgenden Aspekte aufführen:
Durch Sport „wachsen“ die Muskeln und die haben einen höheren Grundumsatz als Fettmasse. Natürlich verbrenne ich, wenn ich Sport treibe mehr Energie. D.h. mein Kalorienbedarf steigt. Beides allerdings wird in Bezug auf Gewichtsreduktion völlig überschätzt. So viel mehr Energie benötigt Muskelmasse nicht und der Kalorienbedarf beim Volkssportler wie „du und ich“… naja… Ich z.B. muss für eine durchschnittlich große Banane schon mal locker 2 km durch den Wald rennen und seien wir doch mal ehrlich – was ist schon eine Banane ?

Der allerwichtigste Aspekt allerdings ist wohl, dass sich die Lust auf das WAS ich esse sowie meine Einstellung zum Essen in Allgemeinen verändert. Wir erinnern uns: unser Organismus passt sich den Gegebenheiten an. Je konsequenter wir (Ausdauer-)Sport in unseren Alltag integrieren, je fiter wir werden, je mehr die Muskulatur gereizt wird, desto mehr signalisiert der Körper sein Verlangen nach der richtigen Ernährung. Richtig heißt nicht zwingen kalorien- oder fettarm, richtig heißt: die richtigen Nährstoffe im richtigen Moment.

So ganz allmählich wünscht sich der Körper statt Zucker und leeren Fetten magere Eiweiße, Vitamine, frische Kost und ist man erst mal an diesem Punkt, dann – ja dann – ist alles ganz einfach. Ein Selbstläufer und das Verständnis für alle früheren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten schwindet zusehends.

DAS ist die eigentliche „Diät“, die es anzustreben gilt. „Back to the roots“ ! D.h. den Körper zu konditionieren auf das, was er ursprünglich konnte und wir ihm aberzogen haben, durch Wohlstand, festgelegte Mahlzeiten u.ä. Eigentlich weiß so ein Körper nämlich extrem gut was er wann braucht aber wir haben ihn zunächst verzogen und dann auch noch verlernt zuzuhören. Jeder von uns kennt wahrscheinlich noch den plötzlichen Heißhunger auf Vitamin-C-Lieferanten wie Orangen, Kiwi & Co., wenn eine Erkältung im Anmarsch ist.

Natürlich sind die tatsächlichen Abläufe im Körper viel komplexer und für die Interessierten gehe ich nachfolgend weiter ins Detail. Wir reisen rund um den Erdball aber das, was sich im eigenen Körper Tag für Tag Wunderbares abspielt wissen wir nicht. Auch ich kann an dieser Stelle nur punktuell die Abläufe beleuchten.